Wertpapierkredit

Der Wertpapierkredit (Effektenlombardkredit) ist ein Lombardkredit, also ein Kredit der durch Pfandrecht an einer beweglichen Sache oder einem verbrieften Recht (Faustpfand) gesichert ist.  Beim Wertpapierkredit überträgt ein Aktien- oder Anleihenbesitzer seine Wertpapiere der Bank als Sicherheit für einen Kredit. Der Anleger kann diesen Kredit zum Erwerb neuer Aktienpakete verwenden. Der Vorteil des Wertpapierkredits ist der im Gegensatz zum Dispokredit sehr moderate Zinssatz. So hat der Anleger in ungünstigen Börsenzeiten eher eine Chance die Zinsen zu tilgen. Diese Kreditform wird als standardisiertes Bankprodukt hauptsächlich Privatkunden angeboten.

Kreditzinssatz

Vergleichsweise günstige Zinssätze zwischen 6% - 7% bieten insbesondere Direktbanken ihren Depotkunden für ihre Wertpapierkredite an. Bei Filialbanken sind die Zinssätze meist Verhandlungssache.

Verwendungszwecke des Effektenlombardkredits

  • Kauffinanzierung für größere Anschaffungen (z. B. Kraftfahrzeug)
  • Fremdfinanzierte Anlagen (Ausnutzung des sog. Leverage-Effekts)
  • Liquidität für unternehmerische Tätigkeiten schaffen
  • Bestellung einer Garantie für sich selber (v. a. Kreditkarte) oder für einen Dritten
  • als Zusatzsicherheit für Immobilienfinanzierungen

Rechtliches

Geregelt wird der Lombardkredit in §§ 1204 ff. BGB. Darin besagt dieser Paragraf, dass das Pfandrecht auch für eine künftige oder eine bedingte Forderung bestellt werden kann.

Auch bei Wertpapieren ist ein Einstieg einfach. Ein Kostenloses Aktiendepot können Sie bei vielen Banken schnell und einfach einrichten lassen.